Daniel Boos and Mario Purkathofer: interview with Thomas Amberg for Zürich's Fabrikzeitung (in German)

Source: Medienkulturgespräch: Internet der Dinge
 
In Zukunft werden nicht mehr nur Menschen das Internet nutzen, sondern auch Alltagsgegenstände wie Glühbirnen, Armbanduhren oder Fahrräder. Beliebtes Beispiel ist der Kühlschrank, der über das Internet mit seinen Inhalten kommuniziert, seinen Besitzer informiert oder sogar selbst die Milch nachbestellt. Gemäss dem Netzwerkhardwarehersteller Cisco sollen bis 2020 fünfzig Millarden Objekte über das Internet kommunizieren. Die Industrie erklärte 2014 deshalb zum «Jahr des Internet der Dinge» (engl. Internet of Things, IoT). Thomas Amberg organisiert die Internet of Things Meetups in Zürich und trägt mit dem Startup Yaler.net dazu bei, dass Objekte untereinander kommunizieren können.
 
Worum geht es bei den Meetups und was wird besprochen?
 
Das Internet of Things ist ein Hype. Die Grosskonzerne versuchen sich gegenseitig mit Prognosen zu überbieten. Für viele ist IoT aber sehr abstrakt, deshalb versuchen wir anhand konkreter Beispiele rauszufinden, worum es dabei geht. Was passiert, wenn das Internet in die reale Welt vordringt, mit Sensoren und Aktuatoren? Wenn Bürger ihre eigenen Umwelt- oder Strahlungsmessstationen aufbauen und vernetzen? Wenn Webcams nach einem Software-Update plötzlich Gesichter erkennen oder Abfalleimer beginnen, die Smartphones von Passanten auszuspionieren? Wie funktioniert das technisch und welche Auswirkungen hat das IoT auf uns alle im Alltag? Wo ist solche Infrastruktur heute schon im Einsatz? Wichtig ist auch, das Ganze kritisch zu beleuchten, ohne in Technologieverweigerung zu erstarren.
 
 


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